Die gesammtelten Werke der „Lyrik des Tages”

Gesammelte Lyrik

Die gesammelte Lyrik der letzten Jahre, alphabetisch nach Nutzernamen sortiert, findest du hier. Du möchstest deine Lyrik auch hier veröffentlichen? Dann schau einfach bei der »Lyrik des Tages« vorbei und fülle das Formular mit deinen lyrischen Inhalten aus. Viel Erfolg!

Lyrik des Tages

Entlassungstag

Ich brauch nicht viel zum glücklich sein -
mir reicht: ich bin heut nicht allein.
von Peter Bunselmann, veröffentlicht am 23. Februar 2013
2
Lyrik des Tages

Schweigen

Untergangen im Ozean des stillen Schweigens.
Der Sauerstoff der Liebe schimmerte an der Fassade des Meeres.
Gefesselt vom Sog, fernab das Licht. Ich durchblicke es nicht, kein Ton durchbricht die Mauer. Wünscht ich mir jetzt so den Donner herbei, doch tiefer als das dunkel, sitzt der Schmerz.

Ersticke an der Zeit, die dich zum Schweigen treibt!
von Peter Kohlmaier, veröffentlicht am 10. März 2013
7
Lyrik des Tages

Selbstbild der falschen Zukunft

Sie stand da
ganz allein
ganz klein
Sie stand einfach da

Und als sie mich sah,
stand die Welt still
für eine Sekunde
zur Mittagsstunde
und dann schrie sie schrill
sie war mir so nah

und doch so anders
ich sah sie
und erkannte mich
sie war ich
nur ich nicht sie
und da bekam ich Angst.
von Peter Pan, veröffentlicht am 8. November 2016
11
Lyrik des Tages

Am Morgen geh ich durch den Wald

Nicht's scheint im Walde je zu klingen,
Wenn bloße Schritte sich von Moos umschlingen.
Wenn Nebel sich wird leise schmiegen,
Um jene die im Wind sich wiegen.

Nicht's scheint im Walde je zu klingen,
Wenn Sonnenstrahl'n durch's Dickicht dringen.
Wenn Tau entsteht im Morgenrot,
Des Raureif's Tot vom Tage droht.

Nicht's scheint im Walde je zu klingen,
Wenn Vögel noch im Traume singen.
Wenn meine Ohren achtsam lauschen,
Und hören nur das Blätterrauschen.

Nicht's scheint im Walde je zu klingen,
Wenn Helios Strahl'n mir Wärme bringen.
Wenn endlich nach so langer Nacht,
Mir sein Gesicht entgegen lacht.

Dann scheint im Walde je zu klingen,
Die Melodie von der Natur.
Die es so schafft wie keine nur,
Mein Herze lässt im Kreise springen.
von pfroemmi, veröffentlicht am 23. August 2018
9
Lyrik des Tages

Schmerz

Ich bin der Schmerz
Quälend langsam stechend
Fress mich durch das Herz
In der Liebe kannst du mit mir rechnen
von PG, veröffentlicht am 8. Mai 2013
8
Lyrik des Tages

Niedert

Ein liebender Sieder aus Niedert
sucht die, die die Liebe erwidert.
Er schreibt wunderbar:
Gereimt, sonnenklar,
und sinnvoll nach Themen gegliedert.
von Phil O'Dendron, veröffentlicht am 5. Dezember 2018
4
Lyrik des Tages

Der Montag

Was macht den Montag unbeliebt?
Die Tatsache, dass es ihn gibt.
Denn ist der Montag auch zu Ende,
Kommt noch lang kein Wochenende.
Und ist der Montag dann vorbei,
Kommt der Dienstag, Sauerei!
Und ist die Woche dann am Schluss,
Weiß man was passieren muss,
Denn wie ich es euch jetzt sag,
Kommt er wieder, der Montag...
von Philipp, veröffentlicht am 21. Dezember 2015
14
Lyrik des Tages

Wunderschön!, sagen meine Augen

Wunderschön!
Sagen meine Augen.
Liebliche Stimme Sagen meine Ohren.
Traumhafter Duft!
Sagt meine Nase.

Ich liebe dich!
Sagt mein Herz.
von PhilippEspel, veröffentlicht am 29. Januar 2014
2
Lyrik des Tages

pflück

Pflück dia an stean vom fiamament,
moi aus deinen tränen an regnbogn,
füa an kuazn glücksmoment

Trockne die augn mit an kuss,
mecht die vün dunklen woikn vajogn,
füa an longen heazensgruss

Streichl di tröstend in deim leid,
räum die gemeinen barriean aus deim weg,
hob dein topfan mut befreit

Umoam di gonz innig und fest,
gehn hond in hond üban zoatn woiknsteg,
ins geheime liebesnest.
von philjazz, veröffentlicht am 19. September 2016
4
Lyrik des Tages

musik

San endlich wieda vaeint, in da gleichn dimension,
hom ois ondre glei vaneint, nua du bist mei Zukunftsvision

Foign gemeinsom dem pfad, hot si hinta uns aufglöst,
hob dei frog sofoat bejaht, host mia dei innastes entblösst

Hob scho vü knotn entwiat, und die lecha im netz gstopft,
hob die mängl repariat, mei sehnsucht hot scho sonft onklopft

Bin dia auf ewig vafoin, fesslst mi duach dein onblick,
muass mi bei dia fest onschnoin, dei liebe is füa mi musik.
von philjazz, veröffentlicht am 20. September 2016
11
Lyrik des Tages

lockruf

Giarige wön schlogn mit volla wucht,
auf dein geschwächtn schutzschüd ein

Zabrechn die schoin, probian deine frucht,
schleifn den kantig schoafn stein

Hungrige süchte düastn noch deim trieb,
gequöt woatns auf dein Lockruf

Vajogn glei jedn wüdfremdn dieb,
iahre geheimnisse bedeckt a weisses tuch.
von philjazz, veröffentlicht am 21. September 2016
3
Lyrik des Tages

vakuum

Und no imma schäum i voa wut
üba mei eignes söbst vauasochtes dummes missgeschick

Und no imma kocht donn mei blut
a wonn i nua dron denk on diesn sinnlosn augnblick.

Muass jetzt endlich moi obschoitn und vaschnaufn
jetzt an schlussstrich ziehn und ausruhn

Muass mit jetzt endlich zua meditation zwingen
donn find in weg ins vakuum.
von philjazz, veröffentlicht am 22. September 2016
2
Lyrik des Tages

liebe

Du bringst afoch jede vawökte blume zum blühn,
und du bringst afoch jeds eakoitete heaz zum glühn.

Du vastroihst so vüa wäame und vaschenkst so vü licht,
und dei lächln vazaubat und betöat jeds gedicht.

Oba i vamiss jetzt nua dei liebe,
denn die hob i bei dia no nie gsehn, gspiat oda ealebt

Denn i vamiss afoch nua dei liebe,
oba i glaub, die host du no goa net bei dia entdeckt.
von philjazz, veröffentlicht am 23. September 2016
6
Lyrik des Tages

dieses etwos

Geh afoch weg von mia, loss mi endlich allan,
dei vadommt holde zia, zadruckt mi wie a stan

Bleib jetzt afoch doat stehn, und riah di net vom fleck,
wü di jetzt net meah sehn, ziagst mi tiaf in den dreck

Iagendwos schlummat tiaf in mia drin,
do i konns net beschreim, iagendwos in mia eagibt kan sinn

Iagendwos in mia woxt und gedeiht,
denn mit mia gehts obwäats, dieses etwos hot si no net befreit.
von philjazz, veröffentlicht am 25. September 2016
4
Lyrik des Tages

leare - strophe 1

Entsponn mi in da zwischnzeit no gschwind in meim wachn bett,
schlumma den schlof dea gerechtn in meim traumballett

Tank wieda neie eneagien füa diesn no longen tog,
mei woanlompm hot scho blinkt bei jedm glocknschlog.

Lod meine battarien wieda füa a längare zeit auf,
muass jetzt dringend spoasama sein, drossl mein vabrauch

In da longsomkeit liegt die wüaze von an seah longen lem,
die ongst voam steam losst mi innalich kräftig bem.
von philjazz, veröffentlicht am 27. September 2016
4
Lyrik des Tages

leare 361. 2. strophe

Entsponn mi in da zwischnzeit bei an guadn glasl wein,
olle geschmocksneavn explodian wie molarein

Lehn mi bequem im sessl zruck, moch donn meine augn zua,
denk on mei vagongenheit, mei hintalossne spua.

Hob i scho a zeichn gsetzt, iagendwos weatvolles voibrocht
hob i scho a zü eareicht, in mia sfeia entfocht?

Do in da longsomkeit hot si do da lebnswün vasteckt,
die ongst voam steam hob i wieda in mia eaweckt.
von philjazz, veröffentlicht am 28. September 2016
6
Lyrik des Tages

leare 361. chorus 1

Des unschuidige lebn hot des spü valoan, die reinheit wiad nie meah wieda geboan
Des beschmutzte lebn woa niemois unberüaht, jeda hot seine eignen föhla gschnüat
Des vafluachte lebn is scho vüz oft entgleist, die woahheit is scho wieda weit vareist
Des vahosste lebn rächt si auf wüde oat, jeda hot scho tiaf in die leare gstoat.
von philjazz, veröffentlicht am 29. September 2016
6
Lyrik des Tages

balsam - 387. strophe 1

Innalich jublt mei heaz üba dei liebe zu mia
nua äussalich füah i mi auf wie a wüds tia.

Innalich tobt in mia a oakan volla eneagien
nua äussalich mecht jetzt die müdigkeit einziehn.

Brodl und koch innalich wie a riesigs lavamea
nua äussalich spia i rein goa nix, fühl mi lea.

Innalich begeht mei gsundheit an meahfochn betrug
nua äussalich sitz i in an todkronkn zug.
von philjazz, veröffentlicht am 30. September 2016
2
Lyrik des Tages

balsam - 387. chorus 1

Deine hauchzoatn liebesschwüare betöan mein vastond,
dei extatisches stöhnen bricht mein widastond.

Deine gflüstat schmutzign woate mochn mi gonz heiss,
dei wölfisches geheul schmüzt bei mia jedes eis.

Deine vafüahrungskünste mit deina zung, deinem mund,
deinen füssn und händn mochn mi gonz wund.

Deine schoafn rassign kuavn schneidn gonz tiaf rein,
dei gschmeidigkeit schmüzt wie balsam jedn hoatn stein.
von philjazz, veröffentlicht am 1. Oktober 2016
4
Lyrik des Tages

eainnarungen - 374. strophe 1

Renn schweissübaströmt duachn dichtn finstren woid,
mei schrei is stü hamlich ohne echo vahoit

Iagendwos jogt mi quea duachs dickicht und gestrüpp,
mei nockta keapa is zakrotzt, hob afoch ka glück

Schnauf und keuch, schnopp giarig noch jedm atemzug,
meine lungen brennen, stehn gwoitig unta druck

Meine kroftreseavn valian zvü eneagie,
mecht net stoipan, net strauchln, is jo nua theorie.
von philjazz, veröffentlicht am 2. Oktober 2016
6
Lyrik des Tages

finstanis - 373. strophe 1

Hob dei lebmsbuach jetzt endlich zu ende studiat,
hob auf jeda seitn die anzlnen buchstobm decodiat

Host so vü rätsl und geheimnisse drin vasteckt,
host mit deim kompliziatn stil die wenign lesa vaschreckt.

Hob deine zeichnungen no nie so richtig kapiat,
mi hot dieses geflecht von strichn und kreisn nie intressiat

Host in deina phantasiewöd kan ausgong entdeckt,
schreibst und moist di in extase, bist scho schweissnoss und stoak earegt.
von philjazz, veröffentlicht am 4. Oktober 2016
6
Lyrik des Tages

füad ewigkeit - 313. strophe 1 strophe 2 zeile 1

Denn heit is a gonz besondas bedeutungsvolla tog,
füa olle vastoabnen und heimgegongenen sön
Heit gedenk i den liebn vamisstn bei iahrem grob,
drum heascht aufm friedhof a stetigs kommen und gehen
Heit hoit i die vün klan eainnarungen in eahn
heit sinnia i vü üba liebe, lebn und steam
Heit schwian die gedonkn wie in an weidn labyrinth,
heit wean geheimnisse gflüstat vom eiskoidn wind

Zünd jetzt a keazal on und hoff, doss des licht sie eareicht,
damits mi findn, denn da weg is goa net so leicht
von philjazz, veröffentlicht am 5. Oktober 2016
5
Lyrik des Tages

talisman - 369. 1.strophe

Hob mi wieda moi söbst vagessn,
hob die kontrolle total valoan,
gib afoch dem alkohol die schuid

Bin von iahra scheeheit vasessn,
kennt auf da stö aus da haut foahn,
bei iah hob i afoch ka geduid

Muass mi jetzt wieda moi entsponnen,
mei innre temperatua zruckdrehn,
den bodn da wiaklichkeit berüahn

Boid is mei wut wieda zaronnen,
konn afoch ohne sie net mea lem,
mecht sie jetzt so gean wieda vafüahn.
von philjazz, veröffentlicht am 9. Oktober 2016
8
Lyrik des Tages

asche - 389. strophe 1

Da donna dröhnend laut, hämmat hoat auf mein vastond,
scho fost blind, stumm und taub, steh wie auf flüssign sond

Da blitz zuckt blendend weiss, spia sei gonze eneagie,
bin gfongen in seim kreis, hob panische Klaustrophobie

Da regn woscht mi rein, die tropfn san schwoaz und rot,
und im diffusn schein, steht da schottn und da Tod

Mecht wieda von hia foat, zruck zum onfong zum beginn,
des end hot auf mi gwoat, do mei weg mocht füa mi kan sinn.
von philjazz, veröffentlicht am 12. Oktober 2016
5
Lyrik des Tages

asche - 389. | chorus 1

Mei stumma schrei noch hüfe vahoit ungeheat,
in ana dichtn woikn aus asche und staub

Mei blinde sehkroft hot olle büda vazeaht,
in ana dichtn woikn aus eadn und laub

Meine taubm oahn hom die schoiwön net eakonnt,
in ana dichtn woikn aus obfoi und schutt

Mei geruchssinn hot dem üblen gstonk beigewohnt,
in diesa dichtn woikn aus asche und blut.
von philjazz - phil kirschner blog, veröffentlicht am 15. Oktober 2016
7