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Lyrik des Tages

Die Lyrik des Tages war von 2011 bis 2016 ein täglicher „Poetry-Slam” zwischen dem Gedicht-Generator Poetron und den Nutzern von d-rhyme. Der gute Poetron ist inzwischen in Rente gegangen, doch die lyrischen Werke bleiden hier erhalten und verteilen sich nun, wie du sicherlich schon festgestellt hast, über das gesamte Seitenspektrum.

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Frisch verfasste Lyrik

Brandneue Lyrik, frisch verfasst und bereit zur Besichtigung. Die zehn neuesten lyrischen Einträge. Positiv bewerten kannst du sie hier allerdings noch nicht, erst wenn sie sich im täglichen Lyrik-Kreislauf befinden und über die Seiten verteilt werden. Klingt fair, oder?

Eisberge

Die Menschen die wir täglich sehen sind nur die Spitzen der unzähligen Eisberge die auf dieser Erde treiben.
von Deniz Karakus, veröffentlicht am 20. September 2017
neu

406. | spieglbüd

1)
unta meina vasteinatn und hoatn schoin,
bin i eigentlich sentimental, sonft und weich
auf da haut san gnua noabm, tattoos von symboin,
brauch den stechendn schmeaz zum sölischn ausgleich
ealeb jedn tog so vü gwoit, traua und leid,
bin a friedliebenda mensch in meina freizeit
do des schicksoi hot mi eawöht, hot mi ausgsuacht,
mei weg pflostat mit panikattackn, schreckn und fuacht.
CH 1)
beobocht die sunn wies untageht und wieda eawocht, zöh die feia om fiamament, begrüss den mond wie ea locht
beobocht die natua wies gedeiht und wieda vageht,
da regn klopft aufs fenstabrett, begrüss den wind wonn ea weht
beobocht die woikn wie sa si auftüamt und zommbricht,
da donna dröhnt om horizont, begrüss des grelle blitzlicht
nua du bist ma entkommen in die weite finstanis,
dei SPIEGLBÜD auf da fenstascheim, hot scho an longen riss.
von philjazzmetal.blogspot.co.at, veröffentlicht am 19. September 2017
neu

Seelengarten

Mein Seelengarten ist durcheinander und eigentlich ist es ein Wunder, dass ich die Kraft finde, jeden Tag aufzustehen und dich anzusehen, denn du hast sämtliche Blumen zertreten
von LisaLauer, veröffentlicht am 19. September 2017
neu

Des Tages Nacht

Des Tages Nacht
Im Inneren eines Jedem
Unerbittlich ist die Schlacht
Wenn Hoffnung und Verzweiflung sich erheben

Das vollkommene Glück
Das Trugbild meines Lebens
Des Teufels liebstes Tanzstück
Für das wir alle Hoffnung geben

Zerspringt in tausend Stücke
Wenn wir die Wahrheit erblicken
Vergessen des Nachts Tücke
Klammern uns an die Lichtblicke

Doch wer kann uns Hoffnung geben?
Vielleicht steckt sie doch in jedem
Das Licht vertreibt die Nacht
So bitte ich euch
Seid des Himmels Sternenpracht
von Der Unglückliche, veröffentlicht am 19. September 2017
neu

405. | sinn

1) siag ois nua schwoaz bis weiss, do des grau dominiat, ka foab gibts ois beweis, nua nebl existiat
leb in an schottnlond, wo dunklheit regiat, woikn in meim vastond, hom des licht isoliat
stimmen flüstan und schrein, in ana fremdn sproch, zeahn von meim bewusstsein, unta meim lebmsdoch
einsome eneagien, duachfliessn sonft mein geist, eazeugn phantasien, und die woahheit entgleist.
2)
siag ois nua schwoaz bis weiss, dieses grau is mei freind, obwechslnd koid und heiss, hot si mit mia vaeint
leb in da dämmarung, bin im zwielicht geboan, imma bereit zum sprung, hob scho so vü valoan
mecht endlich wieda zruck, bin gfesslt und eingspeat, und da aufgstaute druck, hot si ins licht entleat
da weg is ma voagschriem,
CH 1)
sonne und mond und die vün stean, vasuachn iah licht auf mi zu vameahn
iahre stroihn soin mi endlich berüahn, woin mi aus dem dichtn schleia entfüahn
ois is vaschwommen, unschoaf und trüb, mei psychische sö is scho boid vaglüht
so vü wesn wohnen in mia drin, meine gedonkn eagebm afoch kan sinn.
von philjazzmetal.blogspot.co.at, veröffentlicht am 14. September 2017
neu

September

Grünes Gras,
darüber gelber Septemberwind streicht

Sonne,
die neben mir in See sticht,
ihre goldenen Segel setzt

Meine Seele –
stumm wie ein Fisch
Mit jedem Atemzug werde ich müder

Ich schlafe ein – im Gras, dort am Ufer,
mitten im Froschkonzert

Sobald ich die Augen schließe,
sehe ich dich – umso deutlicher,
je weiter du von mir entfernt bist

Stündest du neben mir und schautest
auf mich hinab: Meine Sicht auf dich
wäre versperrt ...

Manchmal überkommt mich der Schlaf –
so schnell, dass ich die ganze Welt
aus den Augen verliere.
von Annelie Kelch, veröffentlicht am 13. September 2017
neu

403. | schutzschüd

strophe 1)
hob mi wieda moi total varennt,
afoch augn zua und duach, hob die kreizungen olle vapennt
ohne nochzudenkn wüd drauf los,
hob jo nua den an vasuach, hau mitm homma aufm amboss

woit glei auf amoi ois weidadrahn,
afoch net wieda zruckschaun, stüam voaraus ohne zü, ohne plan
mit meim stuan schädl duach die wond,
spring spielend leicht üban zaun, afoch nua grodaus ohne vastond.

CHORUS 1)
hob jetzt endlich den steiln beag besiegt,
und steh befreit und schwerelos aufm hohn plateau
hob mi om spitzn fösn ongeschmiegt,
und geniess die friedliche stün im zeitlupmtempo

hob die barriean, hüadn und foin zähmt,
und tauch duach a phantastisches bizarres foabmbüd
hob den fodn zua wiaklichkeit duachtrennt,
und zastea aus valoana hoffnung mein letztn schutzschüd.
von philjazzmetal.blogspot.co.at, veröffentlicht am 12. September 2017
neu

chorus von 402. wossa und lehm

402. | wossa und lehm.
1)
gebts ma do nua an buchstobm, a woat, und scho fliessn gonze sätze aufs leare papia
a klana schubsa treibt mi donn scho foat, in a mit phantasie übaflutetes revia
jede richtung wiad gonz heazlich begrüsst, jeda umweg, jede foin hots feia nei entfocht
brauch ka struktua und a ka grundgerüst, die gedonkn fliagn frei om tog und in da nocht.
2)
gebts ma do nua a zeichn, a symboi, und scho eablühn ungezähmte gschichtn zu an buch
a lichta fleck eahöt scho beag und toi, kumm in jedn lebmsraum imma gean zu besuch
tauch tiaf in jede stüamische region, jeds ausgwoafne netz fischt kreative utopien
brauch kan fremdn plan und ka konstruktion, meine visionäan büda moin allegorien.
CH 1)
schweb in ana unsichtboan woikn schwearelos duach raum und zeit
schliess meine miadn oidn augn und sehn mi noch deina zweisomkeit
treib auf ana wüd schäumendn wön ufalos duachs sonnensystem
fühl mi wie im muttalaib geboagn und easchoff di aus wossa und lehm.
von philjazzmetal.blogspot.com, veröffentlicht am 11. September 2017
neu

Abschiedsserenade

Morgens liegt schon das Blut
des Herbstes in der Luft des Sommers

Die Rosen zittern,
nun fallen die letzten Blätter

Die Nächte sind kühl und in den Zisternen
rauscht die Kargheit des Winters

Allerleirauh schürt das Feuer der Vernunft
und mir sinken die Lider

Der Wald hüllt sich in Schweigen,
der große Abschied ist da ...

Ich möchte fallen mit den Blättern
zur Erde und weinen wie ein Kind

Am Wegrand welkt die Blume
im letzten Staub des Sommers

Bald sind die Felder vernarbt
und Krähen fallen ins Land

In der Sonne liegt schon der Mond
und ich lasse zu, dass an mir der Kummer nagt

Jene Stunde, die allein uns gehören soll,
wird verstreichen wie dieser Sommer
von Annelie Kelch, veröffentlicht am 10. September 2017
neu

Es war einmal ...

Für ein paar Stunden nur
sobald die Tage
kürzer werden
will ich untertauchen
im Nebel des Vergessens.

Du fehlst mir in meiner Traumwelt,
darin des Nachts das Sternensilber
in letzte Rosen und Gedanken fällt.

So fing alles an:

Ich fand mich in einem fremden Gesicht
und lächelte ihm zu.

Mein „Ich“ zog sich in weite Fernen zurück.
Ich vermisse es nicht.
Sobald du in meiner Nähe bist,
wird meine Stimme leiser noch;
aber du verstehst mich,
jedes Wort.

Seit wir uns kennen, blicke ich
zärtlicher in die Welt.
Du hast mir deine Augen geliehen,
ich überließ dir meine Hände.
Eines Tages wirst du sie mir zurückgeben,
eines Tages –

… spätestens dann, wenn wir
in die Winterkälte gefallen sind –
aus dem Paradies unserer Liebe.

Dein Blut rauscht noch
in meinen Ohren,
aber wir sind längst Gewesene.
von Annelie Kelch, veröffentlicht am 1. September 2017
neu
Top-Lyrik mit ganz viel Zuneigung

Am meisten gemochte Lyrik

Die zehn Top-Beiträge der Lyrik des Tages, die im Laufe der Zeit am meisten Wohlwollen geerntet haben. Um das Ergebnis möglichst fair zu halten, können diese Beiträge in der Top-Liste nicht positiv bewertet werden.

Allein

Ich dachte, du wärst da für mich
Jeden Tag, so wie ich für dich
Du hast mich enttäuscht, du hast mich verletzt
und am Ende mich versetzt
Wegen diesem andren Mädchen, so wunderschön,
möchtest du mich nicht wiedersehn
es hab kein Bye, es gab kein Tschüss,
Du hast nur das neue Mädchen geküsst
Und mich allein gelassen,
doch trotzdem kann ich Dich nicht hassen ...
von Anonym, veröffentlicht am 11. Februar 2012
25

Tiefste Nacht

Hörst du die Stimme tief in dir?
Sie spricht die Worte: Folge mir!
Drum säume nicht, verlass dein Haus,
tritt in die dunkle Nacht hinaus.

Dort scheint am Himmel dir von fern,
das hellste Licht, der Morgenstern.
Er führt dich hier durch Leid und Not,
und geleitet dich zum Morgenrot.
von Poetry.de, veröffentlicht am 9. Dezember 2011
24

Ich bin wie Toastbrot

Denn ich bin wie Toastbrot,
so knusprig am Morgen,
am Mittag schon scheintot
und nachts ohne Sorgen.
von Gofmann, veröffentlicht am 12. Februar 2012
17

Der Tag des Gofmann

Ich wurde zum Streber mit Clausi, dem Kleber,
trank am Tresen nur Brause mit Gundula Gause.

Habe Arme wie Arnold und Zähne aus Blattgold,
die Faust eines Goethe,
im Schritt die Blockflöte!
von Gofmann, veröffentlicht am 23. November 2011
16

Weihnachten vor der Tür

Weihnachtszeit, so nah und fern.
Achtsamkeit, der hellste Stern.
Tannenbaum, bunt vor der Tür.
Kindheitstraüme auch dafür.
von Monika Herschler, veröffentlicht am 17. Dezember 2011
16

Für dich

Nicht jedem schenk ich mein Vertrauen,
lass nicht jeden in mein Herz schaun,
habe Angst dir in die Augen zu sehen,
es ist schwer, jedem gleich zu traun.

Ich bin verletzlich, wie gefangen,
hasse lange Blicke und stille Münder,
die mir sagen, du bist nicht gleich.
Nicht wie wir, nicht wie jeder.

Ich scheine oft unnahbar,
gemein und unerfahren,
ich habe meine Gründe,
Gründe, die mir Schmerz bereiten.

Keiner kann das fühlen,
doch die mit dem Vertrauen
bei ihnen ist es sicher,
bei ihnen ist es Liebe.

Ich bin nicht einfach,
das weiß ich,
aber ich wollte dich nie verletzen,
DIR Schmerz bereiten.

Verzeihst du mir?
von Lena, veröffentlicht am 24. Januar 2012
16

Für meine Freundin

Du bist für mich entbehrlich,
und riechst nach Brot und Käse.
Ich ziehe vor mein Buch,
in dem ich gerne lese.

Du bist mein Gurgelwasser,
mit dem ich morgens spüle.
Und auch noch der Verfasser
für alle Schuldgefühle.
von Klaus Bakschrat, veröffentlicht am 11. Dezember 2011
15

Wackelnde Fenster

Es stürmt, es tost, es hört nicht auf,
Doch was soll ich tun, alles nimmt seinen Lauf.
Die Fenster wackeln, er schleicht ums Haus,
Ich will es nicht tun, aber etwas zwingt mich raus.

Ich seh nur noch schwarz, erkenne nichts,
Doch da ein Blitz, ein heller Schein des Lichts.
Er kommt immer näher, berührt mein Gesicht,
Ich weiß, wer er ist, aber ich glaube es nicht.

...
von Kira, veröffentlicht am 2. März 2012
14

Früchte

Sahst die graue Asche blühen,
Sahst die Kriege und das Leid,
Sahst die Krankheit einer frühen
göttergleichen Menschlichkeit.

Schufst die Sünden aller Welten,
Schufst das Glück des Erdenreichs,
Schufst die Glocken, die einst schellten,
Für den Schaffer deines Reichs.
von Pagan, veröffentlicht am 5. November 2011
14

Joint

Er ist dein bester Freund
Es ist der Joint
Ich nehme ihn gerne in den Mund
Und saug ihn aus geschwund
Dies entspannt mich sehr
Ich denk ich wär am Meer
Dann kommt die Polizei
Doch bin so high
Ich komme hinter Gitter
Doch immer noch schmeck ich ihn sehr bitter
Ich hab ihn so geliebt
Und schreib jetzt dieses Lied

I love you Joint???
von Anonym, veröffentlicht am 14. April 2016
14
Lyrik des Tages

Lost

Was die Nacht mir einst gab
ist nur mehr Erinnerung –

was deine Liebe mir schenkt
gleicht einem dunklen Traum

nur der Mond weint mit mir,
denn er sieht meine Wunden
und grüne Feuer hüten meinen Schmerz

jede Stunde in deine Welt geträumt
und meine Tränen in deinen Abschied geschrieben

es gibt nur eines, was ich dir sagen möchte
in eine schwarze Nacht
einen grauen Morgen
eine kalte Welt

wo bist du
von Greenfire, veröffentlicht am 19. November 2016
0
Lyrik des Tages

Der Tod

Wer gibt mir die kraft, wer hält über mich die Hand
wann mach ich mein Abgang, wann kommt der sensenmann
Was digga passiert dann, was is dann mit mein plan
wie man wie Kratz ich ab, sieht man eine Narbe dann
Oder bin ich total verbrannt, oder liegt meine Leiche im Ozean
oder wer ich schwer krank, oder sterb ich sehr sanft

An den Tod denk mal daran, nicht an Party und aftern
nicht Harry sein und Spaß habn
Der Tod kommt ohne Gnade, kommt mit der roten Fahne
Du sagst bitte bitte...
von Anonym, veröffentlicht am 25. April 2014
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Lyrik des Tages

Die einen, die anderen

Winter segnet das Land mit eiskalten Tatzen,
Bäume und Sträucher haben das Schmatzen
eingestellt, Pläne zerplatzen,
Eis wartet aufs Kratzen,
Schneeflocken fallen,
kleine Schmeichelkatzen.

Manch einer verschwendet Energie (und wie),
einige müssen erfrieren;
andere freuen sich aufs Fest, gieren
nach Weihnachtsharmonie.
von Annelie Kelch, veröffentlicht am 19. November 2016
0
Lyrik des Tages

Seelenhaus

Das Seelenhaus in Flammen,
nein, die Häuser, und bald nur noch ihre Gerüste
und die Asche aus der Zeit wo Wasser und Feuer friedlich beisammen,
überall verstreut und fliegend im Winde, aus allen Richtungen sie heute wehen,
ich will und kann gerade nichts mehr sehen
von Anonym, veröffentlicht am 29. September 2012
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Lyrik des Tages

Liebe ist...

... ein zartes Netz. So fein, es jederzeit zu zerreißen droht.
Ein Hauch so sanft und das Wasser zu Bergen türmt.
Alles erbebt und doch kaum berührt.
Ein in einer schlaflosen Nacht geträumter Traum,
aus dem niemand gern erwacht.
Sie spinnt dich ein
ungehört,
unsichtbar und unbemerkt.
von teeth42, veröffentlicht am 6. Oktober 2015
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