Die gesammtelten Werke der „Lyrik des Tages”

Gesammelte Lyrik

Die gesammelte Lyrik der letzten Jahre, alphabetisch nach Nutzernamen sortiert, findest du hier. Du möchstest deine Lyrik auch hier veröffentlichen? Dann schau einfach bei der »Lyrik des Tages« vorbei und fülle das Formular mit deinen lyrischen Inhalten aus. Viel Erfolg!

Lyrik des Tages

Bargeld stirbt aus

Bargeld stirbt so langsam aus,
geh mit Visa Card ins Schauspielhaus.
Die Knete hat bald ausgedient,
den Groschen kennt schon niemand mehr.
Früher hat man noch in Mark verdient
und trotzdem war die Kasse leer.
von 000_Retro_Bot_000, veröffentlicht am 15. Oktober 2019
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Lyrik des Tages

Videotheken sterben aus

Es waren kleine Läden, kaum größer als ein Bäcker.
Nun sind sie fast weg, genau wie damals Schlecker.
Horror- und Schmuddelfilme auf VHS,
Kassetten zurückspulen, was'n Stress!
Videotheken sterben aus und freuen tut sich Netflix,
bald sind sie weg, oh Graus, und mausetot wie Hendrix.
von 000_Retro_Bot_000, veröffentlicht am 16. Oktober 2019
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Lyrik des Tages

Moderne Discounter

Das Personal ist auf Leistung gedrillt, it’s just a rush, push, cash!
Muss rackern bis die Hand anschwillt, ein Alltag kurz vorm Crash.
Schnelligkeit und Preisalarm nennen sich heute Disziplinen,
und die Füllung Amalgam für Sprühwurst und Pralinen.
Der Supermarkt von damals war noch geruhsam,
als Anfangstakt des Schicksals für Gesichterwurst und Süßkram.
Die nächste Kundin schiebt einen den Einkaufswagen an den Hintern,
prall gefüllt mit Slipeinlagen, wahrscheinlich zum Überwintern.
von 000_Retro_Bot_000, veröffentlicht am 17. Oktober 2019
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Lyrik des Tages

Damals bei McDonald's

Gesundheit hatte einen bizarren Stellenwert.
Cheeseburger und Acrylamid-Pommes waren lecker.
Zum Frühstück gab es Milchdessert.
Und Schokobrot vom Bäcker.
Unbequeme Plastikstühle und überfüllte Mülltonnen,
geschmacksverstärkte Mundgefühle, ein Biss in hundert Sonnen.
Fast Food damals und heute – zwischen preiswert und Ausbeute.
Denn alle Dinge sind Gift,
nur die Dosis macht den Unterschied.
Das schrieb mit 'nem Rotstift, jemand auf McDonald's Werbelied.
von 000_Retro_Bot_000, veröffentlicht am 22. Oktober 2019
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Lyrik des Tages

Ich hab Wetter

Wettertanten – sind schon überall. Erzählen dir mit Überschall
den Wind, Bewölkung und Prognose.
Damit du weißt, wird kalt für deine Herbstneurose.
Machst du Radio an, kommt Wetter.
Guckst du Fernsehen, wirst nur fetter.
… Spielst Skatblätter? Kommt 'ne Dame mit Sauwetter.
Nun bist du schlauer. Weißt, morgen kommt der Regenschauer,
Sonne, Windsturm oder Schnee.
Schuld daran ist Wetter. Und wenn nicht, die SPD.
von 000_Retro_Bot_000, veröffentlicht am 25. Oktober 2019
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Lyrik des Tages

Modetrends und Minimalismus

Modeketten – halten dem Esel die Karotte vor die Nase.
Bei Pailletten auf der Jeans wittern Frauen die Kaufphase.
Die Herrenjeans ist neuerdings mit Elasthan verseucht.
Und dem Stephan wirds im Schritt schweißfeucht.
Man lebt in einer Zeit, wo Überflüssiges dominiert
und Einfaches immer mehr untergeht.
Mode gleicht Krankheit, dreifach reduziert und blutleer zugenäht.
von 000_Retro_Bot_000, veröffentlicht am 31. Oktober 2019
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Lyrik des Tages

Zeitalter des Datenmülls

Datenmüll – gab es eigentlich schon immer.
Ein Vorstadtidyll mit TV im Kinderzimmer.
Wahlkampf – leere Phrasen und blubbernde Nesträuber,
Plakate mit Luftblasen von Lindner oder Stoiber.
Emittieren schwer von Kapee die Gierigkeit der FDP.
Kaum besser als ein Schuh voll Hundekacke
ist von der CDU die Laberbacke.
Doch der größte Unrat wächst unbemerkt,
an allen öffentlichen Orten.
Als hätte Glutamat Konsum verstärkt,
mehr Fragen als Antworten.
Die Werbeflut hat ihr klassisches Territorium längst verlassen.
Willkommen in der Neuzeit – Hypnose für die Massen.
von 000_Retro_Bot_000, veröffentlicht am 1. November 2019
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Lyrik des Tages

Als die Kippe noch cool war

Kippen sind verpönt.
Zigarettenkonsum hat sich seit 1990 halbiert.
Statistiken geschönt?
Heute schon eine Shisha probiert?
Gequalmt wurde damals an allen Orten.
Selbst im Fernsehen blauer Dunst.
Der Marlboro-Cowboy sah die Himmelspforten.
Rauchen war halt keine Kunst.
von 000_Retro_Bot_000, veröffentlicht am 14. November 2019
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Lyrik des Tages

84-97-110-122-101-110

Er tanzt im Dunkeln.
Er tanzt im Regen.
Er tanzt Gedanken,
ohne sich zu bewegen.

Er tanzt im Hellen.
Er tanzt im Licht.
Er tanzt Gefühle,
verscheucht den Wicht.

Er tanzt im Sitzen.
Er tanzt beim Gehen.
Er tanzt im Liegen.
Er tanzt beim Stehen.

Er tanzt aus Spaß.
Er tanzt aus Glück.
Er tanzt mit Lachen,
sein Lieblingsstück.

Er tanzt vor Freude.
Er tanzt ganz stur.
Doch tanzt nicht er,
sein Kopf tanzt nur.
von 2kool4ju, veröffentlicht am 10. Dezember 2016
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Lyrik des Tages

Umweltschutz

Du stehst mitten im Wald, mit geschlossenen Augen.
Atmest zitternd ein und riechst die sterbenden Bäume, den stehenden Morast, die sauren Gewässer. Der Wald als dein leidender Freund. Du atmest aus, wieder ein. Der Gestank von Verwesung verwebt sich mit Abgasen. Die Totenstille wird nur unterbrochen durch Autohupen. Schlägst zögernd die Augen auf. Hoffnungslos, der Wald hat keine Seele, ist kalt.
von :- -: , veröffentlicht am 13. Mai 2012
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Lyrik des Tages

Süße kleine Hobbits

Janie ist ein kleiner süßer Hobbit,
beim Pizza essen kommt jeder mit.
von :-|, veröffentlicht am 18. Juni 2015
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Lyrik des Tages

Sägen

Sägen, Sägen, Nervensägen
Sie hören niemals auf zu sägen
Ich möchte sie von Dächern werfen,
denn sie sägen meine Nerven

Sägen, Sägen, Nervensägen,
die qualvoll meine Nerven sägen
Ich würde es sogar erwägen,
sie in Stücke zu zersägen
von :Drave Vader, veröffentlicht am 29. Juli 2016
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Lyrik des Tages

Der Querulant

Relevant - es wurd eins ein Querulant mit Karat
von kreuz und quer quirlenden Quacksalbern quasi quackautark.
Er meckerte merklich als mimimi mickrig Meckerer markant,
doch galant wurde er Garaus grantkant verkannt.
von A.v.B., veröffentlicht am 24. April 2019
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Lyrik des Tages

Ode an die Büroklammer

Deine Schenkel rund gebogen
Deine Kanten ecken an
Meine Finger streifen keck
Deinen glatten kühlen Stahl
von Aanis Aadon, veröffentlicht am 15. Februar 2016
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Lyrik des Tages

Herzblühen

Die Tochter in den Armen
Das Kerzenlicht gedimmt
Den lauen Tönen lauschend
Weiß ich, dass alles stimmt
von Aanis Aadon, veröffentlicht am 20. Februar 2016
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Lyrik des Tages

Morgentau

Die Tage grau, das Haus verstaubt
Die Langeweile trübt
Ach gäbe es mehr Morgentau
Ich wäre frisch verliebt
von Aanis Aadon, veröffentlicht am 4. April 2016
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Lyrik des Tages

Die große Liebe

Die große Liebe gibt es nicht
Das sag ich dir mit nem Gedicht
Denn wenn man so von Liebe spricht
Dann meist in einer Kurznachricht

Man himmelt seinen Partner an
Nach einem festen Sendeplan
Und manchmal schaut man ihn auch an
Und prüft, ob er noch lächeln kann

Das Lachen wird bald weniger
Meist fehlt auch der Geschlechtsverkehr
Dreht man das um, wärs lustiger
Weils dann die große Liebe wär
von Aanis Aadon, veröffentlicht am 7. Mai 2016
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Lyrik des Tages

Epilog

Die Kerzenflamme, warm und schwach,
Das Licht, es flackert und erlischt,
Der Rauch steigt kühl wie Meeresgischt,
dass in ihm sich das Lichte bricht.

Und bitte, ach,
vergiss mich nicht.
von Aaronym, veröffentlicht am 3. Dezember 2017
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Lyrik des Tages

Waffenstillstand

So müde, daß ich den Stift kaum noch halten kann
geschweige denn die Augen offen
oder gar die Stellung
gebe ich auf
und lege ihn nieder
den Stift
für einen kleinen Frieden
eine Müdigkeit lang
von Achim Eisenlohr, veröffentlicht am 31. Dezember 2015
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Lyrik des Tages

Waffenstillstand

So müde, daß ich den Stift kaum noch halten kann
geschweige denn die Augen offen
oder gar die Stellung
gebe ich auf
und lege ihn nieder
den Stift
für einen kleinen Frieden
eine Müdigkeit lang
von Achim Eisenlohr, veröffentlicht am 4. Januar 2016
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Lyrik des Tages

Abend

Es wird wieder Abend,
der Wind streicht durch die Bäume,
ich sitz an meinem Fenster,
starr hinaus und träume,
keine spielenden Kinder,
kein Junge der mehr lacht,
denn die Leute machen sich fertig für die Nacht.
von Adalbert Hornung, veröffentlicht am 11. Juni 2013
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Lyrik des Tages

Katharsis

Und Wasser bricht ein
Abwärts und in Mengen
Sie muss sie schneiden
Haarlängen die hängen

Und Perlen tropfen auf
ihr Wasser nimmt Lauf
Sommerduft bricht ein
abwärts und in Mengen

Und Luft strömt überall
nimmt ihr Wasser duftend
nach Sommer und Heim
formt ihr Chaos glatt

Und Perlen tropfen auf
die Maske ein Hauch
voll Melancholie in ihr
voller qualmender Rauch

Und Wasser findet einen
Weg der sich dehnt
in Ewigkeit lehnt
lass sie ewig scheinen
von alcupanz, veröffentlicht am 15. Juli 2015
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Lyrik des Tages

Der Frühling

Etwas liegt in der Luft
es beginnt jetzt die Schlacht
welch schöner Duft
wer hätte das nur gedacht?

der Frühling ist da!
mit all seiner Macht
vergesst nur was war
die Menge - sie lacht

die Zeichen der Zeit
es verändert sich was
Frieden und Freiheit
doch dort - was ist das?

Oh, der Frühling - entmachtet!
zurück ist der Winter
Menschenrechte missachtet
durch wessen Kinder?

vom Propheten entsandt
Ja, sie erobern den Thron
sie regieren das Land
im Namen der Religion

wird die Freiheit noch siegen?
wie endet die Geschicht'?
darf man Rechte genießen?
Oh welch' traurig' Gedicht!
von Alex, veröffentlicht am 21. Oktober 2012
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Lyrik des Tages

Packs An!

Worauf, wart ich hier genau?
Die Zeiten sind nicht wirklich rau.
Auf eine Erlaubnis und den Mut?
Den Mut zu tun, was gut tut?
Wenn ich so darüber schreib,
Und mir das Ganze einverleib,
Ist die Lösung klar und weit,
Fürs Feld bin ich schon längst bereit.

Hiermit, ab jetzt, ein für alle Mal
Ermächtige ich mich ab diesem Tag
Alles zu tun, was ich mag und begehr
Was richtig ist, ohne innere Gegenwehr.

Ich will mir erlauben, mir Segen zu geben
und endlich anfangen zu leben.
von Alex, veröffentlicht am 8. April 2013
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Lyrik des Tages

Die Last

Still gelegen, unter Schmerzen lebend
Liegt sie da auf ihrem Bett, kaum bewegend
Mimik verzogen, Gestik verbogen
Sie wartet doch nur.. Auf die erlösenden Wogen
20 Jahre trägt sie diese Last schon umher
Still und Leise kommt sie immer näher
Mit dem Schmerz der noch kommt
Geht ein Teil ihres Lebens, verloren in den unendlichen Wegen
Die Regeln wurden gegeben, der Tag beginnt
Sie weiß was passiert, doch sie wird darauf warten
Aufzusteigen in den heiligen Garten
von Alexander K. Ithar , veröffentlicht am 30. Januar 2015
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